Kl. 3a im Museum

Die Klasse 3a im Museum "Mensch und Natur" am 20. Februar 2014

 

Bei unserem letzten HSU-Thema „Feuer“ zeigte sich, dass einige Kinder der 3a Vulkane sehr spannend finden. Da wir dieses Mal beim Motto der Woche (nichts vorsagen, sondern melden!) 3 Sterne verdient hatten, durften wir über unser nächstes HSU-Thema abstimmen. So entschieden wir uns für das große Thema „Wie unsere Erde und das Leben darauf entstanden sind“.

Als erstes entschieden wir uns dafür, ins Museum „Mensch und Natur“ zu gehen. Der Vater von unserem Lehrer Herrn Scholz, der Geologe und Erdforscher Professor Scholz, hatte angeboten, uns die Entstehung des Lebens auf unserer Erde zu zeigen. So gingen wir an einem warmen, sonnigen Februartag in das Museum.

Professor Scholz hatte einen Wagen mit tollen Versteinerungen, Sauriermodellen und echten, 100 Tausend Jahre alten Steinzeit-Werkzeugen dabei! So konnten wir die Sachen, die im Museum immer hinter Glaswänden sind, selbst anfassen. 

 

 

 

 

 

 

 

Am Anfang zeigte uns Professor Scholz mit einem Meterstab, wie lange das alles her ist, damit man sich das besser vorstellen kann: Ein Millimeter sollten immer 1000 Jahre sein. Jesus hat vor 2000 Jahren, also vor 2 Millimetern gelebt. Aber das erste Leben auf unserer Erde ist vor sehr, sehr langer Zeit entstanden, sodass man den Meterstab so weit verlängern müsste, wie wir mit der Straßenbahn gefahren sind: Ungefähr 4500 Meter lang! 

 

 

 

 

 

Dann erklärte er uns die ganze Entstehung des Lebens von den ersten Bakterien und Einzellern bis hin zum Menschen. Am Anfang also, nachdem die Erde vor 4,5 Milliarden Jahren entstanden war, gab es nur Vulkane, Wüste und leere Meere. Das ist viertausendfünfhundert mal eine Million Jahre her! Und eine Million Jahre sind ja auch schon 1000 mal 1000 Jahre! Puh, das ist unglaublich lang… Es gab damals keine Luft und keine Lebewesen. 

Vor 3,5 Milliarden (= 3500 mal Millionen) Jahren dann entstanden die ersten Bakterien, die sich im Meer an heißen Unterwasservulkanen gebildet hatten.  Die Bakterien lebten dann munter mehrere Milliarden Jahre lang und wurden immer mehr, ohne dass sich sonst etwas veränderte.

 

Dann aber, von 600 Millionen Jahren, entstanden die ersten richtigen Lebewesen im Meer: Das waren ganz komische Quallen und einfache Pflanzen. Jetzt entstanden immer schneller immer neue Lebewesen, aber nur im Wasser: Es gab z. B. Trilobiten, die wie Kellerasseln aussehen und teilweise riesig werden konnten. Außerdem entstanden Pfeilschwanzkrebse, die es heute noch gibt und die ersten Fische. 

 

 

 

 

Vor 400 Millionen sind dann auf einmal unsere ältesten Vorfahren, die Fische, an Land gegangen. Vorher waren schon die ersten Pflanzen, z. B. Farne, auf dem Festland gewachsen. Sie machten Luft, ohne die kein Tier an Land überleben könnte. Die Fische entwickelten Lungen  zum Atmen und Beine zur Fortbewegung. Das waren die sogenannten Amphibien. Außerdem gab es Tintenfische mit schneckenförmigen oder spitzen Gehäusen, die Ammoniten.

 

 

 

 

Vor 300 Millionen Jahren entstanden dann die ersten Insekten (z. B. Riesenlibellen). Aus den Amphibien entwickelten sich Reptilien (ähnlich wie heutige Eidechsen), die eine trockene, raue Haut haben. Es gab jetzt auch die ersten Bäume. Noch heute kann man diese Bäume finden, denn die Steinkohle, die man zum Feuer machen benutzen kann, ist versteinertes Baumholz aus dieser Zeit, dem Karbon. 

 

 

 

 

Erst im Jura, vor ca. 200 Millionen Jahren, entstanden dann die ersten Saurier. Bald gab es winzige Minisaurier und riesige, 40 Meter lange Saurier. Nun entstanden auch die ersten Nadelbäume und in der Kreidezeit vor ungefähr 100 Millionen Jahren dann die ersten Laubbäume. Auch die ersten Säugetiere, unsere nächsten Verwandten, entwickelten sich – und zwar aus Reptilien.

 

 

 

 

Vor 65 Millionen Jahren schlug dann ein riesiger Meteorit in die Erde ein. Es wurde für ein paar Jahre lang sehr dunkel und kalt auf der Erde. Deshalb sind damals die meisten Saurier und auch die meisten anderen Tiere ausgestorben. Nur ein paar wenige, die sich angepasst hatten, überlebten.

Nur begann das Tertiär: Es wurde feucht, warm und sonnig. Dort, wo heute München ist, wuchsen tropische Wälder und es gab flache Meere, sogenannte Lagunen. Tiere wie Vögel, Säugetiere und Insekten entwickelten sich allen Formen, Farben und Größen. 

 

 

 

Erst vor ca. 2 Millionen Jahren entwickelten sich  in Afrika die ersten Urmenschen, die von Menschenaffen abstammten. Sie gingen bereits aufrecht wie wir heute und benutzten Werkzeuge aus Holz, Knochen oder Steinen. Mit der Zeit wurden die Urmenschen den heutigen Menschen immer ähnlicher. Sie zogen von Afrika aus los und verteilten sich auf der ganzen Erde. 

 

 

 

 

Es war unglaublich interessant und wir haben ganz schön viel gelernt. Zum Beispiel, dass unsere ältesten Vorfahren Fische waren. Und dass der Mensch noch ganz neu auf der Erde ist, wenn man sich vorstellt, wie lange es die Erde schon gibt…

Aktivitäts Jahr: 
2013/2014